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FAB startet Bewusstseinskampagne „Wahrnehmung und Wirklichkeit“

Seit vielen Jahrzehnten ist der gemeinnützige Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung (FAB) mit großem Erfolg im Bereich der Arbeitsintegration von Menschen mit sozialen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen tätig. Aus Anlass des 50. Geburtstages des Geschäftsfeldes Pro.Work im kommenden Jahr startet FAB eine breitangelegte Kampagne unter dem Motto „Wahrnehmung und Wirklichkeit“.

„Unser Schritt ist vielleicht etwas atypisch, aber unbedingt notwendig“, sagt FAB-Geschäftsführerin Mag.a Silvia Kunz. Ein Sozialunternehmen startet eine PR- und Werbekampagne? „Wir wollen mit diesem offensiven Schritt das Bewusstsein in der Öffentlichkeit schärfen“, betont Kunz, denn FAB leiste seit einem halben Jahrhundert Außergewöhnliches sowohl für die Gesellschaft im Allgemeinen als auch für die Wirtschaft im Speziellen.

FAB Pro.Work bietet Geschützte Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen und trägt dadurch wesentlich zu deren beruflicher und gesellschaftlicher Inklusion bei. „Menschen mit Beeinträchtigungen fällt es oft schwer, eine geeignete Arbeit zu finden. Viele wissen nicht, welche Hilfsangebote es für sie gibt und welche Potenziale in ihnen stecken“, sagt Kunz. „Uns ist es daher ein besonderes Anliegen, gerade diese Menschen zu unterstützen und zu fördern, damit sie sich als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft sehen.“ Arbeit, die ihrem Leistungsvermögen entspricht, steigert Selbstwertgefühl und Selbstständigkeit.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich FAB zu einem wichtigen und verlässlichen Partner der Wirtschaft etabliert. FAB kooperiert unter anderem mit namhaften Unternehmen wie Nestle Österreich, Rosenbauer International oder dem Welser Großhandelsunternehmen PBS Holding, einem Spezialisten für Papier- und Bürowaren. Allein für Nestle Österreich sind an die 70 Mitarbeiter mit Verpackungstätigkeiten befasst. Schon seit 30 Jahren – und damit noch einmal zehn Jahre länger als mit Nestle – besteht die Kooperation mit Rosenbauer International. FAB fertigt für den weltweit führenden Hersteller von Feuerwehrtechnik Dreh-Frästeile und führt Montagen durch. Besonders erfreulich: Die Lieferanten bewerten die Arbeit von FAB durchwegs mit „1A“.

„Leider hält sich in der Öffentlichkeit nach wie vor hartnäckig die Meinung, dass in Geschützten Einrichtungen vieles gemacht werde, nur eines nicht, nämlich gearbeitet“, bringt Kunz das Dilemma auf den Punkt. „Mit unserer Kampagne wollen wir dieses eklatante Missverhältnis, das zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit herrscht, endlich beseitigen.“

Mit Plakaten, Inseraten, Online-Werbung und einem Imagefilm soll Wissen und Information über FAB aufgebaut werden. Die Kampagne ist aber nicht nur nach außen gerichtet, sondern soll auch nach innen wirken und die Mitarbeiter berühren. Außerdem ist nächstes Jahr noch eine Fest-Veranstaltung mit Fachvorträgen und Podiumsdiskussion geplant. Und von Juli bis Dezember 2016 wird es eine Wanderausstellung unter dem Motto „50 Jahre Geschützte Arbeit bei FAB Pro.Work“ geben.

Auf diese vielfältige Weise will FAB hartnäckige Vorurteile bekämpfen und die große Bedeutung der Arbeitsintegration hervorstreichen. „Inklusion ist als Aufgabe für die gesamte Gesellschaft zu betrachten“, sagt Kunz. „Menschen mit Beeinträchtigungen haben das Recht auf bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.“ Barrieren im Kopf sind oft das größte Hindernis für das selbstverständliche Miteinander im Arbeitsleben. „Diese gilt es abzubauen“, so Kunz.

 


 

INFO-BOX:  FAB Pro.Work

Im Auftrag des Landes Oberösterreichs beschäftigt FAB im Geschäftsfeld Pro.Work Menschen mit Beeinträchtigungen gemäß dem oberösterreichischen Chancengleichheitsgesetz. FAB Pro.Work bietet einerseits dauerhafte Arbeitsplätze mit sozialpädagogischer Betreuung andererseits die Möglichkeit über eine betreute Arbeitskräfteüberlassung (Arbeitsbegleitung) am ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Dabei ist FAB Pro.Work zuverlässiger Partner der Wirtschaft. An sechs Standorten (Linz, Steyr, Vöcklabruck, Braunau, Ried, St. Marienkirchen) mit insgesamt 355 Geschützten Arbeitsplätzen arbeitet FAB Pro.Work als Lohnfertiger für zahlreiche namhafte Unternehmen in den Bereichen: Verpackung, Komplettierung, Montage, Serienfertigung, Metallbearbeitung, Displayfertigung, Digitaldruck und Versand. Im Zuge der Arbeitsbegleitung sind oberösterreichweit weitere 165 Mitarbeiter/-innen mit Beeinträchtigungen in regionalen Wirtschaftsbetrieben tätig.

Geschäftsfeldleitung FAB Pro.Work: Mag.a Elke Überwimmer, Konrad Eilmsteiner

 


 

Kontakt
FAB Geschäftsführung
Mag.a Silvia Kunz
0732 6922 5444
silvia.kunz@fab.at

FAB Pro.Work / Geschäftsfeldleitung
Mag.a Elke Überwimmer
0732 6922 5170
elke.ueberwimmer@fab.at

FAB PR & Marketing
Mag.a Gertrude Bleier
0732 6922 5531
gertrude.bleier@fab.at

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