Wirtschaft diskutiert die Zukunft der inklusiven Arbeitswelt

Foto FAB, Business-Frühstück in der Linzer FAB Zentrale mit LR Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer 

FAB ProWork und LR Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer luden in der FAB-Zentrale zum Business-Meeting, um Zukunft und Chancen von Menschen mit Beeinträchtigung am Regelarbeitsmarkt zu diskutieren. Im Wesentlichen ging es um drei Fragen: Was braucht es, um mehr Menschen mit Beeinträchtigung am Arbeitsmarkt zu beschäftigen? Welche Hürden sehen Unternehmen bei der Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung? Welche Hürden gilt es für Menschen mit Beeinträchtigung zu überwinden?

FAB ProWork ist Arbeitgeber für 592 Menschen mit Beeinträchtigung und damit in Oberösterreich der größte Anbieter Geschützter Arbeit. 330 Mitarbeiter*innen mit Beeinträchtigung arbeiten in den acht Werken von FAB ProWork in den Bereichen Metallbearbeitung, Verpackungsdienstleistung und Assembling. Weitere 262 Mitarbeiter*innen mit Beeinträchtigung sind über begleitete Arbeitskräfteüberlassung in mehr als 150 oberösterreichischen Wirtschaftsbetrieben beschäftigt.

Die zum Business-Frühstück geladenen Unternehmen sind seit Jahren enge Kooperationspartner von FAB ProWork und somit in ihrem Bereich auch Expert*innen, wenn es um Inklusion am Arbeitsplatz geht.

FAB Geschäftsführerin Mag.a Silvia Kunz und FAB ProWork Geschäftsfeldleiter Mag. Günther Dachs informierten gemeinsam mit Sozial-Landesrat Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer über die neuesten Entwicklungen in diesem Bereich und diskutierten anschließend mit den Gästen, wie Inklusion in Zukunft gut bestehen kann und was es braucht, damit sie weiter ausgebaut werden kann.

Es diskutierten die Zukunft der inklusiven Arbeitswelt:

  • Mag.a Renate Hackl, Land OÖ, Gruppenleitung Chancengleichheit und Sozialplanung
  • Maria Brunner, AMS OÖ, Leitung Fördermanagement
  • Mag.a Heike Lang, WK OÖ, Abteilung Soziales und Rechtspolitik
  • Mag. Martin Sonntag, Geschäftsführung, MSV Handels- und Dienstleistungs GmbH
  • Nico Lauer, Betriebsleitung Verteilzentrum, dm drogerie markt GmbH
  • Mathias Firlinger, HR Management, Saexinger Ges.m.b.H
  • Safar Hameed, Mentor, Molto Luce
  • Mag. Michael Thumfart, Geschäftsführung, Schauer Agrotronik GmbH
  • Mag. Johannes Huber, Geschäftsführung, Samen Maier GmbH
  • Christian Magoc, Geschäftsführung, Gruber Kartonagen GmbH
  • Markus Dulle, Geschäftsführung, Gebol GmbH
  • Gerhard Radler, Rosenbauer International AG

 

„Oberösterreichs Unternehmern sind unsere zentralen Partner und geben zahlreichen Menschen mit Beeinträchtigungen eine Arbeitsplatzchance. Diese Chancen wollen wir gemeinsam weiter ausbauen, denn der Zeitpunkt ist ein guter“, so Landesrat Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer und weiter: „Wer, wenn nicht Oberösterreich, als starkes Bundesland mit seiner Unternehmensvielfalt und sozialen Verantwortung, soll Menschen mit Beeinträchtigungen eine Perspektive am Arbeitsmarkt bieten, darum wollen wir hier noch besser werden und entwickeln unsere Angebote gemeinsam weiter.“

 

Was versteht FAB unter Inklusion?

In den letzten 57 Jahren hat sich FAB ProWork zum Experten für Inklusion entwickelt. Dabei ist bei FAB Inklusion keine Selbstverständlichkeit – es wird bewusst gefördert und gelebt. Bei FAB ProWork arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam an einem Produkt oder erbringen eine Dienstleistung. Durch das Zerlegen der einzelnen Arbeitsschritte in bewältigbare Einheiten, können bei FAB ProWork Menschen mit Beeinträchtigung selbständig ihre Arbeit erledigen und sind Teil des Produktionsprozesses.

„Inklusion bedeutet für FAB selbständig arbeiten und in Beziehung sein, sich mit anderen entwickeln und sich gegenseitig zu fördern. FAB sieht es als seine Aufgabe, passende Rahmenbedingungen zu schaffen, wie z.B. das große Feld der Barrierefreiheit“, so Mag.a Silvia Kunz.

Das sieht man auch sehr gut in dem

Video über FAB ProWork. 
 

Geschützte Arbeit bei FAB ProWork

Was heute ein unverzichtbarer Teil der oberösterreichischen Soziallandschaft ist, begann im Jahr 1966 in Linz mit einem kleinen Projekt und ist inzwischen ein mittelständisches Unternehmen mit über 700 Mitarbeiter*innen. Mag. Günther Dachs, Leiter von FAB ProWork betont: „Wir von FAB ProWork bieten in Oberösterreich 592 Menschen mit Beeinträchtigung über Geschützte Arbeit berufliche Heimat, soziales Netzwerk und persönliche Weiterentwicklung. Die Menschen arbeiten gerne bei uns, sowohl in unseren Werken, als auch begleitet bei vielen oberösterreichischen Unternehmen. Sie schätzen die Möglichkeit zu arbeiten als wesentlichen Faktor gesellschaftlicher Teilhabe.“
 

Geschützte Arbeit gibt es bei FAB in zwei Formen:

1 | Arbeit in eigenen Werken | Bei FAB ProWork arbeiten 330 Mitarbeiter*innen mit Beeinträchtigung in eigenen Werken in Linz, Wels, Braunau, Ried im Innkreis, Vöcklabruck und Steyr.

Zu den Arbeitsbereichen der Werke zählen Verpackungsdienstleistungen, Metallbearbeitung und Assembling. Die Mitarbeiter*innen mit Beeinträchtigung konfektionieren POS-Displays für die Lebensmittelindustrie. Sie fertigen Bauteile aus Metall oder Kunststoff mit CNC-Maschinen. Und sie montieren und konfektionieren Elektroteile und Baugruppe.
 

2 | Arbeit über betreute Arbeitskräfteüberlassung | Durch das erprobte Modell der FAB-Arbeitsbegleitung haben 262 Personen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit, in Unternehmen der Region einen Job zu bekommen. Mehr als 40 FAB Arbeitsbegleiter*innen sind dazu im Einsatz, die sich eng mit den Mitarbeiter*innen und Mentor*innen im Betrieb abstimmen.

  • Die Menschen mit Beeinträchtigung sind bei FAB vollversichert angestellt.
  • Sie werden an Betriebe überlassen und laufend von FAB-Arbeitsbegleiter*innen betreut.
  • Die Abrechnung erfolgt monatlich nach tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden.

In den letzten 20 Jahren wurde die begleitete Arbeitskräfteüberlassung in großen Schritten ausgebaut - Tendenz steigend. Immer wieder gelingen auch Übernahmen in ein Dienstverhältnis am Regelarbeitsmarkt.

Hier ein Video zu 20 Jahre Geschützte Arbeit in Betrieben.

 

Wir sind begeistert von dem Engagement unserer Partner-Firmen, wenn es um Inklusion geht. Wir hatten einen Tag des Austausches! Hier ein paar Fotos davon ...