FAB erweitert Angebot für Jugendliche mit Beeinträchtigungen in Micheldorf und Kirchdorf

Am 21. April eröffnete FAB Geschäftsführerin Mag. Silvia Kunz gemeinsam mit Bundesrat Bürgermeister Ewald Lindinger und Bürgermeister Wolfgang Veitz sowie zahlreichen Gästen das neue FAB Angebot AIB in Micheldorf/Kirchdorf.

Mit der Umwandlung des FAB Standortes in Micheldorf in eine AIB (Ausbildung durch integrierte Beschäftigung) Ausbildungsstätte erhalten dort 28 Jugendliche mit Beeinträchtigungen aus ganz Oberösterreich ein passendes Angebot zur beruflichen Qualifizierung. Zusätzlich stehen den AIB Ausbildungsteilnehmern/-innen 16 betreute Wohnplätze zur Verfügung. In Kirchdorf wurde dazu mit großer Unterstützung der Sozialabteilung des Landes OÖ am ehemaligen Kasernenarial ein Gebäude nach den Bedürfnissen der Jugendlichen adaptiert.

Berufliche Qualifizierung fördert Teilhabemöglichkeiten
Uns als FAB ist es wichtig, Jugendlichen, die es schwerer haben, beruflich Fuß zu fassen, Rahmenbedingungen zu bieten, die ihre Entwicklung bestmöglich fördern“, betonte FAB Geschäftsführerin Mag.a Silvia Kunz und appellierte an die Jugendlichen „nehmt die Unterstützung an, die euch hier geboten wird. Seht sie als Chance und nutzt sie.“

Ziel der beruflichen Qualifizierung ist, die Jugendlichen mit Beeinträchtigungen in ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung zu fördern, sie bestmöglich auf die Teilhabe am Arbeitsmarkt vorzubereiten und auf einen Arbeitsplatz am allgemeinen Arbeitsmarkt oder im Geschützten Bereich zu begleiten.

In Micheldorf besteht auch die Möglichkeit, eine Teillehre oder Integrative Lehre in den Bereichen Metall oder Handel zu absolvieren. Dabei arbeitet AIB eng mit der Berufsausbildungsassistenz zusammen. Die praktische Ausbildung erfolgt in der eigenen FAB Werkstätte und in Kooperation mit Partnerbetrieben der Wirtschaft.

Einstieg über die zuständigen BedarfskoordinatorInnen
AIB richtet sein Angebot an Jugendliche mit einer Lernbeeinträchtigung, einer körperlichen oder psychischen Beeinträchtigung, die Anspruch auf eine berufliche Qualifizierung nach § 11 des Oö. Chancengleichheitsgesetzes haben. Die Jugendlichen müssen in OÖ wohnen, die Schulpflicht beendet haben und können bis zu ihrem 25. Lebensjahr in die Ausbildung einsteigen.

Der Antrag für die Teilnahme muss bei der Bedarfskoordination der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) gestellt werden.

FAB ist seit 50 Jahren ein verlässlicher Partner für Menschen mit Beeinträchtigungen. Bereits im Jahr 1966 wurde mit der Geschützten Werkstätte in Linz die erste Organisationseinheit von FAB gegründet. Mittlerweile bietet FAB aufbauend auf 50-jährige Erfahrung ein umfangreiches und vielfältiges Leistungsspektrum für Menschen mit Beeinträchtigungen.

Bundesweit erhielten im Jahr 2015 insgesamt 1883 Personen ein Angebot von FAB. Der Schwerpunkt von FAB lag dabei in Oberösterreich, wo der Verein im Auftrag des Landes Oberösterreich Menschen mit Beeinträchtigungen 520 Geschützten Arbeitsplätze, 120  Ausbildungsplätze und 38 Wohnplätze anbot und für weitere 1158 Personen ein bedarfsgerechtes Weiterbildungsangebot im Bereich der Erwachsenenbildung zur Verfügung stellte.

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